Archiv für Juli, 2008

Angelwettbewerb auf Uschi Ocean

Nachdem es tags zuvor wie berichtet schon eine Segelregatta auf Uschi Ocean gegeben hatte, wurde am letzten Sonntag auch noch ein Angelwettbewerb veranstaltet.

Im Teich in der Nähe des Uschi Pier und auch auf den unmittelbar angrenzenden Wasserflächen konnten interessierte Uschianer ihre Angel auswerfen und eine Gewinnsumme von insgesamt L$ 6.000 einheimsen.

Gefischt wurde mit der Ausrüstung von „7Seas Fishing“. Teilnehmer mussten hier erst einmal L$ 100 für eine einfache Angel bzw. L$ 250 für eine Profi-Angel ausgeben. In der Einladung hieß es, die ersten 10 Teilnehmer vor Ort würden eine der einfachen Angeln vom Uschi Team geschenkt bekommen.

Uschi Island Co-Owner Leoni Ballinger zahlte dann tatsächlich jedem willigen Angler bei Bedarf L$ 100, wovon dieser dann eine Angel erstehen konnte. Allerdings nahmen nach Leonis Angaben insgesamt nur drei Personen dieses Angebot in Anspruch, der Rest hatte sich schon vorher selbst mit einer Angel eingedeckt.

Die 7Seas Angeln werden auf Uschi Island / Ocean von Vidar Larg vertrieben, der jedoch zugleich auch als Sponsor auftrat: 1.000 der insgesamt zu gewinnenden L$ 6.000 wurden von ihm gestellt (der Rest wie immer von den Uschi Ownern). Auch half Vidar bei Rückfragen bezüglich der Ausrüstung und des Reglements, spielte also bei der Organisation dieses Events eine nicht unerhebliche Rolle.

Da sich ähnlich wie bei der Segelregatta zunächst nur schleppend Uschiristen einfanden, wurde der Start des Contests von 15 auf 15:30 Uhr verlegt. Vidar lud zusätzlich die Mitglieder der offiziellen 7Seas Fishing Group ein, die dann auch zahlreich erschienen.

Da nun aber auch zeitgleich endlich etliche Mitglieder der Uschi Island Group auftauchten, wurde es auf Uschi Ocean etwas voll. Für die eingesetzten so genannten „Fischserver“ war das zu viel, es kam zeitweise zu sehr nervigem Lag.

Diesen Lag bekam z.B. die Teilnehmerin Pipi Pfeffer zu spüren, sie konnte ihre Profi-Angel nicht „unbaiten“. „Bait“ ist der Köder, dessen Einsatz bei professionelleren Angeln dazu führt, dass der Angler mehr Fische rausziehen kann. Der Einsatz von „Baits“ war allerdings in diesem Contest untersagt, damit alle Teilnehmer die gleichen Chancen hatten (also auch jene, die nur eine einfache Angel ihr Eigen nannten).

Solange Pipi ihre Angel nicht „unbaitete“, wurden ihre Punkte nicht im Contest Board gezählt. Aufgrund des Lags schaffte sie es aber nach eigenen Angaben nicht, ihre Angel in den Unbait-Modus zu versetzen und sammelte somit auch keine Punkte.

Auffällig war, dass die Teilnehmer aus der 7Seas Fishing Group im Schnitt deutlich mehr Fische aus dem Wasser zogen und mehr Punkte machten (es zählen die Punkte, nicht die Anzahl der Fische; verschiedene Fische bringen verschiedene Punkte, aber wer mehr Fische angelt hat dann in der Regel natürlich auch mehr Punkte auf dem Konto).

Sollten die Profi-Angler also trotzdem sie ihre Profi-Angeln „unbaiten“ mussten im Vorteil gewesen sein? Zum Beispiel durch die Erfahrungspunkte (XP = experience points), die Angler mit einer Profi-Angel gewinnen können? Nein, aus dem 7Seas Manual geht hervor, dass dies nicht der Fall gewesen sein kann:

„For Pro Fishing Rods, if you just want to casually fish for fun without spending bait in the process, you can use Unbaited Mode. Click on your rod and select ‘Unbait Hook’. This will let you catch fish as if you were Level 0 without earning XP (just like a Casual Rod!), and will conserve any bait you still had loaded for when you go back to Baited Mode. “ (7Seas Fishing Manual)

Ist eine Profi-Angel also im „Unbaited Mode“, ist auch ein upgelevelter Profi-Angler auf Level 0 zurückgesetzt und kann auch keine neuen XPs gewinnen. Auch einen Köder kann er wie gesagt nicht nutzen. Er ist einem Angler mit einfacher Angel wirklich gleichgestellt. Und heimlich wieder „baiten“ geht auch nicht, da dies das Contest Board registrieren würde.

Wenn also weder Erfahrungspunkte noch Köder einen Ausschlag geben, dann ist es eigentlich reiner Zufall, wer wie viele Fische fängt (Punkte macht). Doch wie erklärt sich dann das auffällige Ungleichgewicht zwischen Uschi Island Group Anglern und 7Seas Fishing Group Anglern?

Vidars Vermutung ist, dass die Profi-Angler sich Stellen zum Fischen suchten, bei denen die Anzahl der Mitangler nicht so hoch und der Lag somit geringer war. Der einzige wirkliche „Trick“ wäre demnach also zu wissen, wie man dem Lag möglichst aus dem Weg gehen kann. Und tatsächlich standen die führenden Angler fast alle immer ein gutes Stück weiter weg vom größeren Hauptpulk.

Es überrascht somit nicht, dass dann auch die drei Gewinner aus der 7Seas Fishing Group kamen. Rhyasa Tigerpaw belegte den ersten Platz (L$ 3.000), Stephanie Lean wurde Zweite (L$ 2.000) und Margareth Dawner schaffte es auf den dritten Rang (L$ 1.000).

Sicherlich wäre es für Uschianer angenehmer gewesen, wenn sie unter sich geblieben wären. Denn erstens bedeutet weniger Teilnehmer auch weniger Lag, zweitens hätten sie dann nicht gegen Profi-Angler antreten müssen. Vidar kann man trotzdem keinen Vorwurf machen, zum Zeitpunkt als er zusätzlich die Mitglieder der 7Seas Fishing Group einlud sah es wirklich so aus, als würde aus der Uschi Island Group kaum jemand erscheinen.

Spaß gemacht hat der Angelwettbewerb aber trotzdem, allein schon wegen der absurden Dinge die man außer Fischen noch aus dem Wasser ziehen konnte, wegen dem Galgenhumor beim Nicht-anbeißen der Fische und wegen den manchmal grotesk komischen Dialogen zwischen den Teilnehmern.

Am Abend gab es dann um 20 Uhr wieder eine Abschlussparty auf Uschi Island und die Gewinner erhielten ihre Siegprämien.

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Segelregatta auf Uschi Ocean

Am vergangenen Samstag fand auf Uschi Ocean, der zu Uschi Island gehörenden Wasser-Sim, die erste „Uschi Regatta“ statt.

Am Uschi Pier standen drei Boote zur Verfügung, die von jeweils einer Person gesteuert wurden (Teamsteuerung eines Bootes gibt es m.E. auch noch nicht in SL), welche dann aber auf Wunsch noch einige andere Personen als „Beifahrer“ mitnehmen konnten.

Mit einer Notecard wurden die Mitglieder der Uschi Island Group bereits im Vorfeld über die Regeln aufgeklärt. Dort hieß es:

„nach 3 vollen runden die jeder teilnehmer vollendeten muss, wird das rennen gestoppt und der letzte scheidet aus. die verbleibenden zwei teilnehmer fahren wieder 3 runden und um den sieg in der gruppe. dabei wird erneut aus der box gestartet. frauen dürfen von der linken start position starten da es ein leichter vorteil ist. zuletzt fahren dann die sieger der jeweiligen gruppen gegeneinander bis der endgültige gewinner und die plätze 1 bis 3 fest stehen.“

Etwas grotesk mutet hier der Hinweis an, Frauen dürften aus der linken Box starten, da dies ein leichter Vorteil ist. Anders als im RL gibt es in SL ja keine realen physisch-anatomischen Unterschiede zwischen Mann und Frau die in einem körperlichen Wettkampf zu berücksichtigen wären. Beim Segeln in SL wäre es nur dann angemessen Frauen einen Vorteil zu gewähren, wenn man unterstellt, sie wären per se ungeschickter beim Steuern ihres virtuellen Bootes als Männer, was eine für Frauen nicht unbedingt schmeichelhafte Annahme wäre.

Mal ganz abgesehen davon, dass es in SL auch nicht unbedingt „Männer“ und „Frauen“ gibt, sondern eher „männliche“ und „weibliche Avatare“. Will sagen, keiner weiß in jedem Fall welches Geschlecht sein Gegenüber im RL wirklich hat. Was kein Problem ist, nur macht es unter solchen Bedingungen auch wenig Sinn, in einem Wettkampf weiblichen Avataren einen Vorteil gegenüber männlichen Avataren einzuräumen.

Aber egal, denn aus welcher Box ein Teilnehmer gestartet ist, machte zumindest hier ohnehin nicht wirklich einen Unterschied (es würde vielleicht einen Unterschied bei Profis machen, wo es wirklich um Sekunden geht).

Viel mehr hatte Jens Hanriot – der die Aufgabe übernommen hatte den Ablauf des Rennens etwas zu organisieren – zunächst Probleme, überhaupt genügend Teilnehmer zusammenzubekommen. Die Uschianer fanden sich zuerst nur schleppend ein und viele von ihnen wollten dann auch nur zuschauen.

An der Gewinnsumme, die sich die drei besten Segler am Ende teilen durften, kann dies nicht gelegen haben: Insgesamt L$ 10.000 hatten die Owner zur Verfügung gestellt. Auch beworben wurde das Event recht ausgiebig.

Denkbar ist aber, dass am Samstag um 15 Uhr nicht so viele Leute Zeit hatten. Eine andere Erklärung wäre, dass viele es sich schlicht und ergreifend nicht zugetraut haben. Zwar gab es schon im Vorfeld etliche Möglichkeiten, das Fahren auf der Strecke zu trainieren, doch nur wenige Uschiristen hatten diese Option wahrgenommen.

Am Ende gelang es dann aber doch, wie geplant verschiedene Gruppen zu bilden aus denen dann die jeweils besten Mitglieder erneut gegeneinander antraten, um so die Gesamtsieger zu ermitteln.

Der Contest war dann – für SL keineswegs ungewöhnlich – etwas chaotisch. Nachdem das Rennen schon gestartet wurde, wurde die erste Runde wegen Unklarheiten als Aufwärmrunde gewertet, das Rennen also noch einmal neu gestartet. Dann bekam eine Teilnehmerin nicht mit, dass in einem Durchlauf drei Runden in einem Stück gefahren werden und nicht jede Runde neu gestartet wird.

Etwas nervenaufreibend gestalteten sich die ungewollten Zwangspausen zwischen den Durchgängen, welche darauf zurückzuführen waren, dass einige Teilnehmer trotz mehrfacher Aufforderung nicht ihr Boot besteigen wollten bzw. es Unklarheiten gab, wer jetzt überhaupt an der Reihe war.

Etwas Lag gab es auch, auf einem meiner Snapshots kann man z.B. sehen, wie ein Beifahrer hinter dem Boot zurückfällt, es also so wirkt, als wäre er über Bord gegangen. Das Boot bewegte sich also schneller, als der Insasse. Dennoch kann man nicht behaupten, es hätte ein echtes Lag-Problem gegeben, solche Aussetzer hielten sich in Grenzen.

Trotz oder gerade wegen dieser leicht chaotischen Zustände mutierte die Regatta zu einer Mordsgaudi. Denn wenn man das Rennen nicht ganz so ernst nahm, es eher als Entertainment-Event denn als ernsthaften sportlichen Wettbewerb betrachtete, konnte man das „Chaos“ als durchaus unterhaltsam wahrnehmen.

Anders als bei professionelleren Segel-Wettbewerben die teilweise über mehrere Stunden gehen und sich über mehr als eine Sim erstrecken, gab es bei der Uschi Regatta auch keinen Einfluss durch Wind. Für viele „echte“ SL-Segler gehört der SL-Wind natürlich dazu, er macht es aber auch schwieriger das Boot zu steuern. Und auf Uschi Ocean traten keine Profis an, die Teilnehmer machten das größtenteils zum ersten Mal und auch nur „just for fun“, um es mal auszuprobieren.

Natürlich führten die für eine solche Veranstaltung durchaus saftigen Gewinne dazu, dass einige Teilnehmer einen gesunden Ehrgeiz entwickelten. Nur wie gesagt, im Vordergrund stand trotzdem der Fun, nicht das Gewinnen um jeden Preis. Denn geht man zu verbissen in eine solche Regatta, macht es vermutlich auch keinen Spaß mehr.

Den ersten Platz (L$ 5.000) erreichte schließlich der Uschi Neuzugang Ponder Constantine, den zweiten Platz (L$ 3.000) machte Anja Halberstadt und Dritter (L$ 2.000) wurde Leoni Ballinger, die als Uschi Co-Owner eigentlich gar nicht mitmachen wollte.

Die Gewinne wurden dann Abends auf einer Abschluss-Party ausgezahlt. DJane Amphi Adamczyk sorgte hier für die musikalische Untermalung und einen geselligen Ausklang des Events.

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