Nachdem es tags zuvor wie berichtet schon eine Segelregatta auf Uschi Ocean gegeben hatte, wurde am letzten Sonntag auch noch ein Angelwettbewerb veranstaltet.
Im Teich in der Nähe des Uschi Pier und auch auf den unmittelbar angrenzenden Wasserflächen konnten interessierte Uschianer ihre Angel auswerfen und eine Gewinnsumme von insgesamt L$ 6.000 einheimsen.
Gefischt wurde mit der Ausrüstung von “7Seas Fishing”. Teilnehmer mussten hier erst einmal L$ 100 für eine einfache Angel bzw. L$ 250 für eine Profi-Angel ausgeben. In der Einladung hieß es, die ersten 10 Teilnehmer vor Ort würden eine der einfachen Angeln vom Uschi Team geschenkt bekommen.

Uschi Island Co-Owner Leoni Ballinger zahlte dann tatsächlich jedem willigen Angler bei Bedarf L$ 100, wovon dieser dann eine Angel erstehen konnte. Allerdings nahmen nach Leonis Angaben insgesamt nur drei Personen dieses Angebot in Anspruch, der Rest hatte sich schon vorher selbst mit einer Angel eingedeckt.
Die 7Seas Angeln werden auf Uschi Island / Ocean von Vidar Larg vertrieben, der jedoch zugleich auch als Sponsor auftrat: 1.000 der insgesamt zu gewinnenden L$ 6.000 wurden von ihm gestellt (der Rest wie immer von den Uschi Ownern). Auch half Vidar bei Rückfragen bezüglich der Ausrüstung und des Reglements, spielte also bei der Organisation dieses Events eine nicht unerhebliche Rolle.
Da sich ähnlich wie bei der Segelregatta zunächst nur schleppend Uschiristen einfanden, wurde der Start des Contests von 15 auf 15:30 Uhr verlegt. Vidar lud zusätzlich die Mitglieder der offiziellen 7Seas Fishing Group ein, die dann auch zahlreich erschienen.

Da nun aber auch zeitgleich endlich etliche Mitglieder der Uschi Island Group auftauchten, wurde es auf Uschi Ocean etwas voll. Für die eingesetzten so genannten “Fischserver” war das zu viel, es kam zeitweise zu sehr nervigem Lag.
Diesen Lag bekam z.B. die Teilnehmerin Pipi Pfeffer zu spüren, sie konnte ihre Profi-Angel nicht “unbaiten”. “Bait” ist der Köder, dessen Einsatz bei professionelleren Angeln dazu führt, dass der Angler mehr Fische rausziehen kann. Der Einsatz von “Baits” war allerdings in diesem Contest untersagt, damit alle Teilnehmer die gleichen Chancen hatten (also auch jene, die nur eine einfache Angel ihr Eigen nannten).
Solange Pipi ihre Angel nicht “unbaitete”, wurden ihre Punkte nicht im Contest Board gezählt. Aufgrund des Lags schaffte sie es aber nach eigenen Angaben nicht, ihre Angel in den Unbait-Modus zu versetzen und sammelte somit auch keine Punkte.
Auffällig war, dass die Teilnehmer aus der 7Seas Fishing Group im Schnitt deutlich mehr Fische aus dem Wasser zogen und mehr Punkte machten (es zählen die Punkte, nicht die Anzahl der Fische; verschiedene Fische bringen verschiedene Punkte, aber wer mehr Fische angelt hat dann in der Regel natürlich auch mehr Punkte auf dem Konto).

Sollten die Profi-Angler also trotzdem sie ihre Profi-Angeln “unbaiten” mussten im Vorteil gewesen sein? Zum Beispiel durch die Erfahrungspunkte (XP = experience points), die Angler mit einer Profi-Angel gewinnen können? Nein, aus dem 7Seas Manual geht hervor, dass dies nicht der Fall gewesen sein kann:
“For Pro Fishing Rods, if you just want to casually fish for fun without spending bait in the process, you can use Unbaited Mode. Click on your rod and select ‘Unbait Hook’. This will let you catch fish as if you were Level 0 without earning XP (just like a Casual Rod!), and will conserve any bait you still had loaded for when you go back to Baited Mode. ” (7Seas Fishing Manual)
Ist eine Profi-Angel also im “Unbaited Mode”, ist auch ein upgelevelter Profi-Angler auf Level 0 zurückgesetzt und kann auch keine neuen XPs gewinnen. Auch einen Köder kann er wie gesagt nicht nutzen. Er ist einem Angler mit einfacher Angel wirklich gleichgestellt. Und heimlich wieder “baiten” geht auch nicht, da dies das Contest Board registrieren würde.
Wenn also weder Erfahrungspunkte noch Köder einen Ausschlag geben, dann ist es eigentlich reiner Zufall, wer wie viele Fische fängt (Punkte macht). Doch wie erklärt sich dann das auffällige Ungleichgewicht zwischen Uschi Island Group Anglern und 7Seas Fishing Group Anglern?
Vidars Vermutung ist, dass die Profi-Angler sich Stellen zum Fischen suchten, bei denen die Anzahl der Mitangler nicht so hoch und der Lag somit geringer war. Der einzige wirkliche “Trick” wäre demnach also zu wissen, wie man dem Lag möglichst aus dem Weg gehen kann. Und tatsächlich standen die führenden Angler fast alle immer ein gutes Stück weiter weg vom größeren Hauptpulk.

Es überrascht somit nicht, dass dann auch die drei Gewinner aus der 7Seas Fishing Group kamen. Rhyasa Tigerpaw belegte den ersten Platz (L$ 3.000), Stephanie Lean wurde Zweite (L$ 2.000) und Margareth Dawner schaffte es auf den dritten Rang (L$ 1.000).
Sicherlich wäre es für Uschianer angenehmer gewesen, wenn sie unter sich geblieben wären. Denn erstens bedeutet weniger Teilnehmer auch weniger Lag, zweitens hätten sie dann nicht gegen Profi-Angler antreten müssen. Vidar kann man trotzdem keinen Vorwurf machen, zum Zeitpunkt als er zusätzlich die Mitglieder der 7Seas Fishing Group einlud sah es wirklich so aus, als würde aus der Uschi Island Group kaum jemand erscheinen.
Spaß gemacht hat der Angelwettbewerb aber trotzdem, allein schon wegen der absurden Dinge die man außer Fischen noch aus dem Wasser ziehen konnte, wegen dem Galgenhumor beim Nicht-anbeißen der Fische und wegen den manchmal grotesk komischen Dialogen zwischen den Teilnehmern.
Am Abend gab es dann um 20 Uhr wieder eine Abschlussparty auf Uschi Island und die Gewinner erhielten ihre Siegprämien.




